St. Michael und die Kalvarienkapelle “Christus am Kreuze”

0
145583
Die Kirche in Sankt Michael

Schön ist Oberösterreich und vor allem das Kremstal. Hier hat man vielen Möglichkeiten für ausgedehnten Spaziergänge rund um Neuhofen an der Krems. Kommt man bei einer dieser Wanderungen in St. Michael vorbei, so findet man hier eine Kalvarienkapelle in deren Inneren „Christus am Kreuze“ dargestellt ist. Die Kapelle gehört zum ehemaligen Pfarrhof der Pfarre St. Marien. Die Kapelle wurde 1985 renoviert und ist einer der vielen kleinen Kulturschätze in unserem Land die allesamt eine meist faszinierende Geschichte haben. Im Jahre 777 wurde vom Bayernkönig Tassilo das Stift Kremsmünster gegründet und zu diesem Stift gehörten auch Besitzungen im heutigen St. Marien. Im Jahre 876 kamen zum Kloster noch Güter zu Wahalofeld dazu. Diese Besitztümer lagen am Wallabach, in der Gegend von Pichlwang. Der damalige Wallabach wurde im Laufe der Jahre zum heutigen Seilerbach. Die Gründung von St. Michael ist wahrscheinlich auf den Angriff… der Magyaren im Jahre 900 zurückzuführen. Das Stift Kremsmünster wurde zerstört und die Mönche des Klosters und auch viele Bewohner des Kremstales flohen vor den raubenden und brandschatzenden Magyaren in die angrenzenden Wälder. Das sehr versteckte und abgelegene Seilerbachtal mit seinen großen Waldflächen bot den Flüchtenden den erhofften Schutz vor den Angreifern. Zu dieser Zeit dürfte die Gründung der Kapelle in St. Michael stattgefunden haben. Somit scheint Sankt Michael der Ursprung der heutigen Pfarre Sankt Marien sein. Genießen Sie einen erholsamen Spaziergang im Seilerbachtal, welches im Nordwesten in der Nähe von Schloss Weißenberg endet.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT